Bergrennen Eichenbühl
2006
Nachdem ich das heimische Bergrennen bei uns in Borgloh heile überstanden habe, wollte ich in diesem Jahr noch ein weiteres Bergrennen fahren, um auch die Lizenz noch ein wenig mehr zu nutzen. Terminlich bot sich das Bergrennen Unterfranken im kleinen Dorf Eichenbühl im Odenwald an. Aber die An- und Abreise auf eigener Achse erschien mir zu gefährlich...man weiß ja nie, ob man wieder nach Hause fahren kann. So kam mir die Unterstützung meines Vaters gerade recht, da der einen VW-Bus hat und einen PKW Transportanhänger besorgen konnte. So ging es dann am 9.9. auf die Reise in den Norden Bayerns.
Nach dem Einchecken und der Papierabnahme sind wir noch ein-, zweimal mit dem Bus die Rennstrecke abgefahren, um wenigstens ein wenig vorbereitet zu sein. Nach einem netten Abendessen im Bergdorf Wenschdorf und einem nächtlichen Besuch der Burg in Miltenberg sind wir relativ geschafft ins Bett gefallen.
Nach der technischen Abnahme ging es pünktlich um neun Uhr zum Start und auf die Strecke. Die Strecke ist mit 3km um einen km länger als die in Borgloh. Auch die erreichbaren Geschwindigkeiten sind deutlich höher. So liegt bei mir die Durchschnittsgeschwindigkeit mit 95km/h um ca. 10km/h höher als zu Hause. Bei Bilderbuchwetter und Volksfestatmosphäre waren für mich auf Straßenreifen am Samstag 1.54er Zeiten möglich. Diese lagen aber deutlich hinter meiner Konkurrenz, die auf Slicks unterwegs waren. Am Sonntagmorgen war der erste Lauf durch beschlagene Scheiben und rutschiger Fahrbahn beeinträchtigt aber im zweiten Lauf war eine 1.52er Zeit möglich. Diese Zeit war absolut in Ordnung und lag im Bereich der etwas langsameren reinrassigen Rennwagen. Wenn man den Aufwand betrachtet, ist eine 1.40er Zeit mit einem groß angekündigten, nur auf Rennen getrimmten Porsche GT im Vergleich sogar ziemlich peinlich. Dagegen bin ich mit meinem 500€-Auto und minimalen Finanzmitteln ein ziemlich kleiner Fisch. Der Streckensprecher hat das nicht so gesehen und hat auch kleine Späßchen auf meine Kosten gemacht. Herzlichen Dank hierfür ersteinmal an den Sprecher. Aber wie gesagt, als Alfamann hat man es nie leicht sondern man muss sich immer gegen alle mögliche Sprüche wie "Die Itaker können nur Spaghetti kochen" durchsetzen. Und man sieht sich immer zweimal im Leben und wenn das nicht zu verachtende Potential der Transaxle Autos genutzt wird, sieht die Sache mit Sicherheit schon mal anders aus. Auch wenn die Zeiten der Gruppe H Polos niemals zu erreichen sind. So, der letzte Lauf am Sonntag war relativ schnell, es hätte wohl eine 1.51er Zeit werden können. Ein Dreher in der letzten Kurve vereitelte das ganze jedoch. Dennoch war ich zufrieden mit dem Wochenende und so traten wir den Heimweg an.
Mein Dank gilt hier besonders meinem Vater ohne den diese ganze Aktion nicht so einfach möglich gewesen wäre. Auch danke ich den Ingenieuren von Alfa Romeo, die an der Entwicklung der Transaxle-Alfas beteiligt waren und somit ein unvergessliches, faszinierendes und finanzierbares Fahrzeug geschaffen haben.
Mit ein bisschen Glück gehts im nächsten Jahr mit verbesserter Performance und neuem Glück weiter. Aber jetzt erstmal ein paar Bilder aus Eichenbühl...
Sohn Im Fahrerlager
Vater im Fahrerlager
Am Vorstart in Eichenbühl
Aufbruch am Berg
Im Grenzbereich an der "Klinge"
Warten auf die Rückführung bei Bilderbuchwetter (ist wie Urlaub!)