Bergrennen Osnabrück

2006

 

Weihnachten 2005 habe ich in meinen Alfa 75 einen Überrollkäfig eingebaut und verfolgte das Ziel, beim Bergrennen Osnabrück teilzunehmen. Da das Rennen in Borgloh unweit von meiner Scheune stattfindet, befand ich dieses Ziel als ein realistisches und bezahlbares. Im Sommer habe ich dann einen Lizenzlehrgang der Rennfahrschule Münster besucht. Dieser Lehrgang fand an einem Wochenende auf dem Flugplatz von Bitburg in der Eifel statt und setzte sich aus einem Tag Theorie und einem Tag Praxis zusammen. Mit ca. 500€ inkl. Schlafen, gutem Essen und einer Menge an Fahrkilometern auf dem Flugplatzkurs empfand ich das Angebot als relativ preiswert, wenn man sich die Angebote der Konkurrenz anschaut. Mit relativ gutem Wetter und einem netten Dorffest in Bitburg war diese Veranstaltung schon ziemlich gelungen!

Doch dann musste es weitergehen. Die Fahrerausrüstung musste besorgt werden, die Lizenz beantragt und das Fahrzeug reglementgerecht hergerichtet werden. Das ganze kostet dem kleinen Mann schon ein kleines Vermögen, obwohl ich mich auf den Mindestaufwand beschränkt habe. Aber irgendwann hatte ich meine Lizenz (nat. A), Fahrerausrüstung und einen Gruppe G Alfa 75 und wartete auf den Einstand im Bergrennsport.

So bin ich am Freitag, dem 11.August beim technischen Kommissar in Borgloh vorstellig geworden um die technische Abnahme hinter mich zu bringen. Nach ein paar Kleinigkeiten war dann alles ok und ich bekam mein Häkchen und fuhr zufrieden nach Hause.

Am Samstag war ich dann um acht Uhr vor Ort, die Straßen waren nass und der Himmel sah nicht so gut aus...Da ich auf alten Straßenreifen fahren musste, habe ich mich nicht gut gefühlt. Regen blieb jedoch aus. Inzwischen war dann auch mein Vater zur Unterstützung eingetroffen und es ging zum ersten Mal zu Vorstart.

Als dann die Nationalflagge fiel, ging es endlich das erste Mal auf den Berg. Die maximale Drehzahl wurde von mir  begrenzt und die Fahrweise war eher verhalten, da die Oberfläche des Asphaltes noch sehr feucht war. Diese Umstände schlugen sich in einer 1.32er Zeit auf der 2,03km langen Strecke nieder.

Am Samstag habe ich vier Läufe absolviert und die Zeit so auf 1.26 verbessern können. Mein einziger Klassenkonkurrent fuhr jedoch 1.17er Zeiten, die ich beim allerbesten Willen mit Straßenreifen und meiner Erfahrung nicht erreichen konnte.

Am Sonntag war ein neuer Tag und die Sonne lachte vom Himmel. Unter anderem die höheren Asphalttemperaturen halfen mir bei der Verbesserung der Zeiten. So konnte ich zwei 1.24er Zeiten fahren und war damit sehr gut zufrieden. Die selben Zeiten wurden von einem bärenstarken NasCar Pickup oder den langsameren Gruppe H Fahrzeugen gefahren. So habe ich mich als Außenseiter (was man als Alfamann ja nunmal immer ist) nicht völlig blamiert und spielte mit dem Gedanken, in diesem Jahr noch ein Rennen zu fahren. Aber davon später mehr. Hier erstmal die Bilder aus Borgloh:

 

Mein Wagen und ich

 

Am Vorstart

 

Am Vorstart

 

Es geht zum Start...

 

...und dann auf die Strecke

 

...wo nichts verschenkt wird

 

Auf der Hatz

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