Bergrennen 2011

Entgegen der Befürchtungen habe ich auch dieses Jahr wieder den 75er aus dem Stall geholt um ihn für den sporadischen Einsatz am Berg vorzubereiten. Nachdem der Käfig erneut aufgerüstet wurde, der Mensch und die Maschine ihre obligatorischen Wiederholungsabnahmen bestanden haben und die Lizenz ins Haus geflattert ist, konnte es wieder einmal losgehen. Aus finanziellen Gründen habe ich die Zahl der Veranstaltungen von vier (2010) auf drei reduziert.

Zuerst ging es also in die Rhön zum Hauenstein-Bergrennen in die Nähe von Fladungen. Bei wunderschönem Wetter wurden am Samstag drei Trainingsläufe auf der 4,2km langen Strecke zwischen Hausen und der Hochrhönstraße absolviert. Mit einer Zeit von 2.38.734 im dritten Lauf konnte ich mich nur hinter der Konkurrenz im VW Polo und BMW 318is einsortieren. Der Sonntag begann ersteinmal etwas feucht, so dass die Zeiten im ersten Werungslauf sehr langsam ausfielen. Das Wetter besserte sich jedoch, so dass auf Slicks gefahren werden konnte. Ich konnte nur im dritten und letzten Werungslauf an meine Traingsbestzeit anknüpfen. Weit abgeschlagen reichte es nur für den dritten und letzten Platz in der Leistungsgewichtklasse (LG) 3. Leicht angeschlagen ging es also am Sonntag Abend wieder zurück in meine 350km entfernte Heimat.

           

Das Nächste Rennen war mein Heimrennen im beschaulichen Borgloh bei Osnabrück. Außer mir waren in der LG 3 noch zwei weitere Fahrzeuge (BMW) genannt, die jedoch nicht angetreten sind. Deswegen hatte ich theoretisch nur die Aufgabe, das Auto heil bis ins Ziel zu bringen. Der Samstag war ein Renntag wie aus dem Bilderbuch. Es wurden vier Trainingsläufe gefahren, von denen ich drei absolviert habe denn das Wetter lud zu einem interessanten Spaziergang durch das Fahrerlager und an die Strecke ein. Mit meiner Bestzeit von 1.22.478 kam ich bis auf 5 Zehntel an meine Bestzeit aus dem Jahr 2010 heran so dass ich zufrieden sein konnte. Die Wettervorhersagen für den Sonntag verhießen nichts gutes und so wurde der Renntag tatsächlich zum wettertechnischen Totalausfall. Seit dem frühen Morgen regnete es ohne Unterlass. Das Fahren bei diesen Bedingungen bereitete jedoch mehr Fahrspass als befürchtet. Die Reifen hatten ein hohes Gripniveau und das Auto lag gut in der Hand. nur das Aussteigen fiel schwer. Sicherlich hatte das Team um Bernd Stegmann vom MSC Osnabrück an diesem Tag auch einen schweren Stand. Ich bedanke mich hier recht herzlich bei allen beteiligten. Mit 1.27.789 belegte ich Platz 92 von 96 gewerteten Fahrzeugen. Hinzu kamen einige Fahrzeuge, die aufgrund eines technischen Defekts oder eines Unfalls ausgeschieden sind und Fahrzeuge aus der sogenannten Gleichmäßigkeitsprüfung, die langsamer unterwegs waren als der Alfa 75 obwohl auch sie am Limit gefahren sind. Ich jedenfalls war zufrieden und es konnte weitergehen.

           

Das letzte Rennen für mich führte wieder einmal nach Eichenbühl im Odenwald, denn die Straße am Umpfenbacher Berg ist für mich einfach schön und macht Spaß. Dieses Mal war ich nicht als Einzelkämpfer unterwegs sondern hatte meine Familie dabei. So kam es auch, dass ich nicht im Volvo sondern in einem Haus mit Dach aus Stein und Beton schlafen durfte. Organisatorisch könnte man den Ablauf am Trainingssamstag als zäh bezeichnen. So wurden nur zwei Trainingsläufe gefahren. Leider war ich wieder allein in meiner Klasse unterwegs so dass ich mich nur an H.-P. Boch im BMW 316i und an Andreas Moser im Polo G40 orientieren konnte. Am Traingstag war ich sogar langsamer als der BMW. Am Renntag konnte ich jedoch an meine Zeiten aus 2010 anknüpfen und den BMW knapp überholen. So war der Polo mit einer Gesamtzeit aus drei Wertungsläufen von 5.20.487 fast 10s schneller als ich mit 5.30.138. Der BMW schaffte respektable 5.32.370. Insgesammt gefiel mir die Veranstaltung aber sehr gut und ich würde gern mal wiederkommen.

       

 

 

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