A l f a 7 5
Bauzeit: 1985 - 1992
Motorisierung: Benzin 1,6 (109PS, 180km/h) 1,8 (120PS, 190km/h) 2,0 (128PS, 195km/h) (Vergaser)
1,6 i e (107PS, 180km/h) (elektronische Einspritzung Bosch)
1,8 i e (120PS, 190km/h) (elektronische Einspritzung Bosch)
1,8 turbo (155PS, bis 210km/h)
2,0 TS (145PS, 205km/h) (elektronische Einspritzung Bosch)
2,5 V6 (156PS, 205km/h) (elektronische Einspritzung Bosch)
3,0 V6 (bis 192PS, 225km/h) (elektronische Einspritzung Bosch)
Diesel 2,0 Turbo (95PS, über 175km/h)
2,4 Turbo (110PS, über 185km/h)
Wie bei der Alfetta gibt es auch bei dem Alfa 75 eine Vielzahl von verschiedenen Modellen. Hier soll nur ein Überblick über die Produktionszeit dieses Fahrzeuges gegeben werden.
Der Alfa Romeo 75 löst 1985 seine Vorgänger Giulietta und Alfetta ab. Technisch gesehen besteht in der Anfangszeit des Alfa 75 kaum ein Unterschied zu den Vorgängermodellen. 1985 erscheint der Alfa 75 mit den Motorvarianten 1,6, 1,8 und 2,0, die mit Vergasern ausgestattet sind. Im Vergleich zu den Vorgängern ist der Wagen auch mit dem 2,5l Motor zu haben, der aus der Alfetta GTV bekannt ist. Als Selbstzünder ist von Anfang an ein 2-Liter Turbomotor im Programm. Ein 1,8l Turbo ist seit 1986 zu haben. Ganz neu jedoch erscheint das zukunftweisende Design des neuen Alfas. Die Designabteilung des Hauses Alfa Romeo "Centro Stile" entwirft unter der Führung von Ermanno Cressoni das Blechkleid des neuen Tranaxle - Fahrzeuges. Betont wird die Karosserie von der extrem erscheinenden Keilform, die einen recht flachen Bug und ein stattliches Heck und dadurch einen hohen Kofferraum ermöglicht. Oft kann man die Trapezform oder nicht parallele Linien an der Karosserie erkennen. So wird der Kühlergrill nach unten breiter, zwangsläufig die Scheinwerfer nach unten schmaler. Die Sicken auf der Motorhaube laufen erst nach hinten zusammen, später nach hinten auseinander. Die Rücklichter sind oben breiter als unten. Die breiten Zierleisten sind weder parallel zum Schwellerverlauf noch parallel zur darunter liegenden Sicke. Das letzte Stück Zierleiste steigt sichtbar stärker an als die vorderen drei. Die Radläufe sind nicht rund sondern an ihren Oberseiten eher flach ausgeprägt, so dass die Keilform unterstrichen wird. Nicht zuletzt durch die bis zu den Rädern reichenden Stoßfänger mit den integrierten Spoilerkanten und den Schwellerverkleidungen erscheint das Auto modern und zeitlos. Technisch wirkt sich die Karosserie mit einem guten cw x A - Wert auf die Fahrleistungen des Fahrzeugs aus (bis zu 0,33 x 0,62qm). Der Innenraum ist nüchtern und praktisch angelegt. Das aus Giulietta und Alfetta bekannte Check-control System kommt hier ebenfalls zur Anwendung. Instrumente für Drehzahl, Geschwindigkeit, Öldruck, Wassertemperatur und Benzinstand sind in einem rechteckigen Kombiinstrument relativ gut sichtbar hinter dem Lankrad angeordnet (ähnlich Alfetta QO). Links und rechts davon finden sich einige Schalter und das Check-control System befindet sich in der Mittelkonsole. Über die gesamte Bauzeit hinweg kommen viele verschieden Bezüge, Sitzformen, Lankräder usw. zum Einsatz, die hier aber nicht im Einzelnen gezeigt werden sollen.

Abb. 1: Alfa 75 von 1985

Abb. 2: Alfa 75 Instrumente
Abb. 1: Steininger, F.: Alfa Romeo: Eine faszinierende Automobilgeschichte, Verlag Podszun, Brilon 2004
Abb. 2: Di Paolo, U.; Rickenbach, D.: Alfa Romeo 75: Fahren aus Leidenschaft , Verlag BUBU, Schweiz 2004
Als Fiat sich Alfa Romeo einverleibt, kommt es zur ersten Überarbeitung des Alfa 75. Auffällig ist der kleine, in die Zierleiste integrierte, Heckspoiler. Die Sechszylindermodelle werden von nun an mit den für die USA bestimmten Stoßfängern ausgestattet (diese erscheinen massiver und beinhalten einen Faltenbalg an den Seiten). Der V6 Motor wird mit dem Hubraum von drei Litern angeboten. Neu im Angebot ist der Zweilitermotor mit Einspritzung und einem neuen Zylinderkopf, dessen Merkmale ein wesentlich kleinerer Ventilwinkel und Doppelzündung sind. Nach und nach verschwinden die Vergasermodelle und werden durch Einspritzer ersetzt. Diese Motoren behalten jedoch prinzipiell die alten Zylinderköpfe bei. Eine Turbodieselversion mit 2,4 Litern Hubraum ist seit 1988 im Programm.

Abb. 3: Alfa 75 nach Facelift von 1987
Abb. 3: Di Paolo, U.; Rickenbach, D.: Alfa Romeo 75: Fahren aus Leidenschaft , Verlag BUBU, Schweiz 2004
Eine Art Sonderstellung besitzt der Alfa 75 1,8 Turbo Evoluzione. Dieser erscheint 1987 und dient zur Homologation für den Rennsport. Er ist nur in der Farbe Alfarot zu haben und besitzt einen Spoilersatz mit Kotflügelverbreiterungen. An den Seiten ist der Schriftzug 75evoluzione angebracht. Die Felgen sind ebenfalls in Rot lackiert. Antriebsmäßig unterscheidet sich dieses Modell jedoch nur in Details zu dem Großserien - Turbo.

Abb. 4: Alfa 75 Turbo Evoluzione
Abb. 4: Di Paolo, U.; Rickenbach, D.: Alfa Romeo 75: Fahren aus Leidenschaft , Verlag BUBU, Schweiz 2004