A l f e t t a
Bauzeit: 1972 - 1984
Motorisierung: Benzin 1,6 (109PS, 175km/h) 1,8 (122PS, 180km/h) 2,0 (122/130PS, 175/über 185km/h) (Vergaser)
2,0 (128PS, 185km/h) (mechanische Einspritzung Spica, bei der Alfetta 2,0 Li America)
2,0 (130PS, über 185km/h) (elektronische Einspritzung Bosch, bei der Alfetta 2,0 QO)
Diesel 2,0 Turbo (82PS, über 155km/h) (indirekte Bosch Einspritzung)
2,4 Turbo (95PS, über 165km/h)
Es gibt eine Vielzahl von Alfetta - Modellen. Hier soll nur ein grober Überblick gegeben und auf die wichtigsten Modelle kurz eingegangen werden.
Die Alfetta (Limousine) stellt den Nachfolger der Berlina dar und begründet so die Transaxle - Ära im Hause Alfa Romeo. 1972 erschien die Alfetta 1,8 mit ihrem eigenwilligen Design, dass nicht so recht zu den bisherigen Fahrzeugen von Alfa Romeo passen wollte. Statt von durchgehenden, in sich abgeschlossenen Stilelementen gezeichnet, wird die Alfetta eher von scharfen Kanten und abgehackten Flächen beherrscht. Das erste Modell trägt Doppelscheinwerfer mit verchromten Zierringen und es ist am gesamten Kleid nur wenig Kunststoff zu finden. Am Kunststoffkühlergrill sind die mittleren drei Rippen mit Chromzierstreifen versehen, die Wischerarme sowie die Türgriffe und Schwellerleisten sind chromfarben Die Stoßstangen sind aus Blech gefertigt und geben so der Alfetta der ersten Serie den Beinamen "Chrommodell". Der Innenraum ähnelt sehr stark den früheren Alfa Romeo Modellen, Holzfurnier ,Kunststoff und der Alfetta-Schriftzug über dem Handschuhfach fallen ins Auge. Im Zuge der Energiekrise ist 1975 die Alfetta 1,6 auf den Markt gekommen, die äußerlich durch einfache aber größere Scheinwerfer auffällt. Einige Details wie Stoßstangenhörner und Zierleisten sind weggelassen oder vereinfacht worden. So trägt der Kühlergrill nur noch eine anstatt der drei Zierleisten.
Abb. 1: Alfetta 1,8 von 1972 Abb. 2: Alfetta 1,6 von 1975
Abb. 1: Steininger, F.: Alfa Romeo: Eine faszinierende Automobilgeschichte, Verlag Podszun, Brilon 2004
Abb. 2: Catarsi, G.: Le vetture che hanno fatto la storia: Alfa Romeo Alfetta, Verlag Giorgio Nada Editore s.r.l., Milano 1994
Auch die Alfetta 1,8 ist 1975 in einer vereinfachten Version zu haben gewesen. Zu unterscheiden ist die leistungsstärkere Alfetta durch zwei zusätzlichen Zierstreifen am Kühlergrill, ein breiteres Logo und den Schriftzug "Alfetta 1,8" auf dem Kofferraumdeckel.
Im Februar 1977 ist die neue Alfetta 2000 in Bordighera vorgestellt worden. Erstmals ist im Motorraum der Alfetta ein 2-Liter Aggregat platziert. Das Blechkleid erscheint moderner (geschraubte vordere Kotflügel, Motorhaube reicht bis über Kühlergrill), es sind mehr Kunststoffbauteile zu finden, die Rücklichter sind stark vergrößert und die Stoßstangen mit den eingelassenen Blinkern fallen deutlich massiver aus. Die Rundscheinwerfer sind durch Rechteckscheinwerfer ersetzt und der Innenraum neu gestaltet worden.

Abb. 3: Alfetta 2000 von 1977
Abb. 3: Catarsi, G.: Le vetture che hanno fatto la storia: Alfa Romeo Alfetta, Verlag Giorgio Nada Editore s.r.l., Milano 1994
Später war die Alfetta 1,8 im Outfit der Alfetta 2000 zu haben. Hinzu kam ein 2 Liter Dieselmotor, der ebenfalls in dieser Karosserie montiert wurde.
1978 entstand eine kleine Serie von Fahrzeugen mit einer mechanischen Einspritzanlage von Spica, bestimmt für den amerikanischen Markt. Dieses Fahrzeug verfügte wieder über Doppelscheinwerfer, jedoch ohne Zierringe. Entsprechend dem amerikanischen Markt sind an der Alfetta weit ausladende Stoßstangen und Positionslampen montiert. Über das Erscheinungsbild dieses Fahrzeugs lässt sich zweifellos streiten.
1982/83 werden die letzten Umbauten an der Alfetta Karosserie und dem Intrieur vorgenommen. Es erscheint zusätzlich eine Version mit dem Namen Quadrifoglio Oro (goldenes, vierblättriges Kleeblatt), welche mit den Doppelscheinwerfern der America - Version bestückt wird. Zusätzlich werden eine Menge Kunststoffteile angebaut, die der Spitzenversion der Alfetta ein modernes Erscheinungsbild geben. Der Innenraum wird z. B. durch ein neues Armaturenbrett, neue Instrumente mit einem elektronischen Bordcomputer, elektrisch verstellbaren Sitzlehnen vorn und vier elektrischen Fensterhebern modernisiert. Der Fahrersitz lässt sich elektrisch in der Höhe verstellen. Der neue Einspritzmotor mit einer Bosch-Motronic und Saugrohreinspritzung ist mit dem absolut neuen Phasenwandler an der Einlassnockenwelle ausgestattet. Eine lange Achsübersetzung ermöglicht hohe Geschwindigkeiten auf Autobahnfahrten und macht das schnelle Fahren auf solchen Straßen erstmals zum Vergnügen. Die Standard Vergaser-Modelle verfügen weiterhin über Rechteckscheinwerfer. Aber auch hier sind einige Kunststoffbauteile dazugekommen. Die Diesel - Baureihe ist um einen 2,4 Liter Turbo erweitert worden.

Abb. 4: Alfetta 2,0 i QO von 1983 Abb. 2: Alfetta 2,4 Turbodiesel von 1983
Abb. 4,5: Catarsi, G.: Le vetture che hanno fatto la storia: Alfa Romeo Alfetta, Verlag Giorgio Nada Editore s.r.l., Milano 1994