Bergrennen Trier 2010 (11.06. - 13.06.)
Fast ein Jahr ist seit dem heftigen Unfall in Borgloh im Jahr 2009 vergangen. Ein harter Winter mit tiefen Temperaturen über einen langen Zeitraum ist vergangen. In dieser Zeit habe ich den Wagen nach bestem Wissen und Gewissen mit kleinen Mitteln wieder fahrtauglich gemacht. Der Zeitaufwand ist kaum zu rechtfertigen. Aber was tut man nicht alles aus Idealismus und Leidenschaft. Jetzt ist es also wieder so weit und der Wagen kann wieder auf die Piste. Natürlich habe ich mir vorgenommen, den Wagen so zu bewegen, dass die Wahrscheinlichkeit eines selbst verschuldeten Unfalls möglichst gering ist. Für die ersten Testfahrten habe ich mir das Trierer Bergrennen ausgesucht, da es in meinen Terminkalender passt und auch kilometermäßig nicht allzuweit weg ist. Außerdem habe ich gehört, dass die Landschaft im Örtchen Fell besonders reizvoll sein soll. Also packte ich alles zusammen und fuhr los.
Pause im Ahrtal nach dem Köln-Chaos
Ich habe mich häuslich im Fahrerlager eingerichtet und genoss die Ruhe und Gelassenheit bei dieser Veranstaltung. Einzig die Fahrzeugabnahme war etwas anstrengender, da es sich um einen Lauf zur Europameisterschaft handelte und deswegen etwas genauer hingeschaut wurde.
Im Fahrerlager
Am Samstag ging es dann das erste mal in Richtung Start. Die Karawane wurde vom Zielbereich, wo sich das Fahrerlager befand, über kleinste Nebenstraßen hinunter zum Start in der Nähe von Fell geleitet. Da es Nachts geregnet hatte, ließ ich meine "Regenreifen" montiert und führ einen recht gemütlichen ersten Lauf. Da ich die Strecke am Abend zuvor schon zu Fuß abgewandert bin (mit einem Zwischenstopp in Fell, wo es Schnitzel und Pommes gab), wusste ich ungefähr, wo es lang ging.
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Der erste Lauf nach ca. einem Jahr Reparatur
Nach dem ersten Lauf habe ich die neuen Slicks montiert und die Zeiten verbesserten sich von Lauf zu Lauf. Für meine zwei Konkurrenten auf BMW E30 bzw. Opel Astra war das Bergrennen ein Heimrennen und ich konnte mich in der Mitte behaupten. Den BMW konnte ich im Zaum halten, der Opel jedoch war überproportional schneller als ich. Um einen Unfall zu vermeiden, habe ich mir aus dem Kopf geschlagen, zu versuchen, die superschnellen Zeiten zu erreichen, die auch nicht auf Gruppe G Niveau lagen. Organisatorisch und wettertechnisch war der Samstag sehr gelungen und entspannend. Nach Schluss der Veranstaltung kam der große Regen und ich machte einen kleinen Ausflug an die Mosel, wo ich mit wunderbarem Panoramablick auf das Moseltal und den Weinort Piesport im "Moselpanorama" gegessen habe.
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Sehr enge Kurven sind nicht sooo praktisch für den 75
Am Sonntag Morgen lachte aber wieder die Sonne und ich ging ausgeschlafen ans Werk. Es gab nachts keine lauten Partys oder grölende Partygäste oder Zeltnachbarn. Auch dieser Zustand trägt zum gelungenen Gesamtbild dieser Veranstaltung bei. Alle drei Läufe verliefen problemlos und die Platzierung vom Samstag blieb bestehen. So konnte ich am Abend gemütlich in Richtung Heimat aufbrechen. Ein Abstecher nach Luxemburg brachte mir günstigen Sprit und die Sonne war bis zur Dämmerung mein Begleiter.
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In voller Kurvenfahrt
Beste Zeit: 02:32.383min
Durchschnittsgeschwindigkeit: 88km/h
Die Strecke verfügt über mehrere sehr scharfe Haarnadelkurven, die dem langen und trägen Alfa 75 nicht besonders gut liegen. Ein starkes Untersteuern in den langsamen Kurven ist die Folge. Hinzu kommt die recht lange Übersetzung des zweiten Ganges. Hierdurch ist ein herausbeschleunigen aus den engen Kurven nur schwer möglich. Eigentlich hätte man einen Teil der Kurven im ersten Gang fahren müssen aber jeder Transaxle-Alfa-Fahrer weiß, dass das nicht so einfach ist. Alles in Allem hat mir die Veranstaltung trotzdem gefallen, so dass ich vielleicht nächstes Jahr noch einmal wieder komme.